Yin Yoga /
Faszien Yoga

  • stärkt das Immun- und Lymphsystem
  • ist schmerzlindernd
  • verbessert die Gesundheit und das Lebensgefühl
  • beugt Burn-Out vor
  • regt die Durchblutung an
  • fördert eine gute Versorgung des Körpers mit allen nötigen Nährstoffen
  • ist ein ideales Training für die Faszien
  • löst fasziale Verklebungen, muskuläre Verspannungen und energetische Blockaden
  • sorgt für bessere Beweglichkeit bis ins hohe Alter
  • fördert innere Ruhe und Ausgeglichenheit, verbessert die Konzentration, bringt mentale Klarheit, erhöht die Achtsamkeit und mindert Stress
  • Verbessert die Regeneration auf allen körperlichen, geistigen und emotionalen Ebenen und nach aktiven Sporteinheiten
  • entspannt Körper, Geist und Seele
  • eignet sich optimal zur Rehabilitation

Yin Yoga ist eine sehr sanfte Yoga-Praxis, die Ihr Yin, die entspannende Kraft Ihres Körpers, stärkt und dabei Ihr inneres Gleichgewicht wieder herstellt.

Yin und Yang sind entgegengesetzte Kräfte, die einander bedingen und nicht ohne einander existieren können. Das eine ist im anderen enthalten und umgekehrt. Gemeinsam bilden sie eine Einheit, genauso wie unser Körper und unser Geist eine Einheit bilden. Nur wenn beides im Gleichgewicht ist und gleiche Beachtung (Förderung / Training) erhält ist unser Körper und der Mensch an sich im Gleichgewicht und damit zu seiner vollen Leistungsstärke fähig. Ein ausgeglichenes Verhältnis von Yin und Yang entsteht.

Der taoistischen Philosophie und der TCM zufolge ist für viele Menschen das Yang die stärker präsente Energie im Körper. Heutzutage bleibt oft wenig Zeit für uns selbst. Unser Alltag ist häufig viel zu stark von Terminen, Hektik, Druck, Bewegungsmangel und Stress also vom Yang geprägt, was wiederum zu Verspannungen, Unausgeglichenheit, Schlaflosigkeit, Burnout u.v.m. bis hin zu Krankheit führt. Yin Yoga bringt Ihnen den passenden Ausgleich hierzu und stärkt zudem sehr stark Ihr parasympathisches Nervensystem, wodurch Ihr ganzes System nachhaltig entspannt wird.

Im Yin-Yoga geht es darum alles genau so anzunehmen was und wie es gerade ist. Den Moment zu leben, ganz im hier und jetzt,einfach zu sein und sich seiner selbst bewusster zu werden, ohne dabei gedanklich in der Vergangenheit oder der Zukunft zu sein. Den eigenen Körper zu erkunden und zu erspüren ohne Leistung erbringen zu müssen.

Yin-Yoga bietet daher eine wunderbare Voraussetzungen für Meditation und eine achtsame Zeit mit uns selbst, in der Sie sich während der ganzen Einheit ganz sich selbst, Ihren Emotionen und Gefühlen hingeben, so dass sich ganz von alleine eine gesteigerte Selbstwahrnehmung und -reflektion bilden kann und sie anfangen sich selbst besser zu verstehen. Gerade Menschen, denen es schwer fällt zu meditieren, finden durch Yin Yoga einen leichteren Zugang zur Meditation.

Unterstützend werden hierzu zusätzlich in die Yin-Yoga-Einheiten kurze, Atem- und Achtsamkeitsübungen sowie Meditationen am Anfang und / oder Ende der Einheiten eingebaut. Auch einzelne lockere Faszienübungen werden immer wieder zusätzlich in die einzelnen Einheiten mit eingebaut.

Hierdurch wirkt Yin Yoga nicht nur wohltuend auf den Körper sondern auch auf den Geist und die Seele. Dies hat wiederum Einfluss auf unsere Emotionen, die in der TCM ebenfalls untrennbar mit der Gesundheit verbunden sind und daher auch Ursache für ein Ungleichgewicht im Körper sein können.

Yin Yoga ist eine sanfte, langsame, ruhige und meditative Yoga-Praxis bei der Sie nach innen schauen, die geistigen und körperlichen Aktivitäten verlangsamen, dem eigenen Atem lauschen und so in eine tiefe Entspannung eintauchen. Dies führt zu einem ausgeglicheneren Geist und innerer Ruhe, wodurch Stress abgebaut bzw. vorgebeugt und Angstzuständen sowie Depressionen entgegengewirkt werden kann.

Eine wahre Wohltat, die jedem gut tut. Egal ob Yoga-Neuling, Sportler, Senior…. Yin-Yoga ist daher ein besonders einsteigerfreundlicher Yoga-Stil für alle Altersklassen.

Nachdem Yin-Yoga ganz im Zeichen der Regeneration steht ist er auch besonders gut für ältere Menschen oder zur Rehabilitation bei Krankheiten und nach Unfällen geeignet (dies sollte jedoch immer in Absprache mit dem Arzt erfolgen).

Yin Yoga eignet sich außerdem ideal als Ergänzung zum Taekwondo bzw. zum Sport generell. Auch wenn Sie bereits einen Sport betreiben, sei es Laufen, aktives Yoga, Krafttraining, Kampfsport etc., tun Sie ihrem Körper selbstverständlich etwas sehr gutes, in der Regel fördern Sie dennoch durch die kräftigende Wirkung eher die Yang-Anteile Ihres Körper und Geistes.

Hinzu kommt, dass jeder kraftvolle Sport optimalerweise ein gezieltes anschließendes Streching mit oder ohne Hilfsmittel (Bälle, Rollen, etc.) erfordert um die Muskulatur sowie die Faszien wieder zu dehnen und zu entspannen. Viele empfinden dies jedoch häufig eher als lästig, anstrengend und schmerzhaft.

Nicht so im Yin Yoga. Sie können hiermit den selben Effekt erreichen nur eben entspannter und unter Einbindung Ihres Geistes (der Psyche) der ebenfalls, wie man heute weiß, auf Ihre Gesundheit sowie auf Ihre Muskulatur und Faszien einen erheblichen Einfluss hat.

Sie können vollkommen passiv sein, einfach loslassen und genießen und so zu einer noch nie gekannten Beweglichkeit finden.

Ich spreche hier aus eigener Erfahrung. Ich bin heute durch Yin Yoga und Kimoodo beweglicher als ich es in jungen Jahren war und dass ganz ohne Anstrengung. Dies wirkt sich selbstverständlich auch positiv auf meine Taekwondo-Praxis aus. Yin Yoga ist daher eine schöne Art und Weise den Sport zu ergänzen oder ausklingen zu lassen.

Während wir im Sport /Taekwondo aktiv sind, liegt der Fokus im Yin Yoga wie bereits erwähnt auf der Passivität. Beim Yin Yoga versuchen wir also möglichst passiv zu bleiben und uns ohne muskuläre Anspannung in die einzelnen Asanas (Haltungen) hinein zu entspannen.

Es geht um die Dehnung von faszialem Gewebe in den tiefen Körperschichten (= Faszientraining), welche im Yin Yoga durch das lange verweilen in den einzelnen Asanas erreicht wird. Wir geben uns dabei ganz der Schwerkraft hin ohne muskulär nachzuziehen mit dem Ziel des Loslassens auf allen Ebenen, körperlich, geistig und seelisch, so dass wir Stück für Stück in die Haltung sinken.

Die Asanas werden hierzu mehrere Minuten lang gehalten. In dieser Zeit heißt es „nichts tun / nichts denken“, sich ganz der Asana hingeben und loslassen. Dies bringt den Körper und Geist in eine angenehme Stille.

Yin Yoga ist hierdurch auch eine gute Schulung um achtsam und ganz bewusst mit dem Körper in Verbindung zu gehen, da es besonders wichtig ist, gut auf seinen Körper zu hören und zu Beginn nicht zu weit in die einzelnen Asanas zu gehen.

Diese bewusste Körperwahrnehmung bewirkt zudem, dass Sie Signale einer Überlastung frühzeitig erkennen und entgegenwirken können. Auf einer Skala von 1 bis 10 geben Sie der Intensität eine Stufe 6, mit der Sie in die Asana starten. Auch wenn Sie tiefer gehen könnten – starten Sie bei einer Intensität von 6, geben Sie Ihrem Körper Zeit sich zu öffnen und in die Dehnung zu finden, so dass das stückweise loslassen und in die Asana sinken möglich ist.

Im Anschluss an jede Asana wird in einer neutralen Position kurz nachgespürt und / oder eine Ausgleichshaltung eingenommen, um die Harmonisierung von Körper und Geist weiter zu unterstützen.

Die Asanas sollten sich immer leicht und angenehm anfühlen, so dass alles fließen kann und ein zunehmendes Lösen von Anspannungen, faszialen Verklebungen, mentalen und emotionalen Blockaden möglich ist sowie ein ruhiger und meditaiver Zustand entstehen kann.

Unterstützend tragen die Asanas im Yin Yoga zum Teil andere Namen, z.B. heißt der Sprinter Drache und die Taube Schwan. Hierdurch soll verhindert werden, dass die Asanas aktiv (analog Yang-Yoga) und nicht passiv wie im Yin-Yoga nötig ausgeführt werden.

Wenn Sie während Ihrer Yin-Yoga Praxis die Zähne zusammen beißen, die Muskeln anspannen oder den Atem anhalten, ist das ein Zeichen dafür, dass Sie sich zu tief in der Asana befinden.

Um dies zu vermeiden und eine entspannte Haltung der Asanas gut erreichen zu können, dürfen sie alle Hilfsmittel (Decken, Kissen, Bolster, Blöcke, Gurte, Sandsäcke, ….) nutzen die Ihnen dabei helfen sich in den einzelnen Asanas zu entspannen und ohne muskuläre Anspannung zu verweilen bzw. hinein zu finden.

Das Abbolstern der Stirn wirkt sich zudem positiv auf Ihr vegetatives Nervensystem den Parasympathikus aus. Dieser wird durch das Abbolstern zusätzlich aktiviert.

Wenn Ihnen eine Asana schwer fällt, ist es wichtig die Ursache dafür zu erkennen warum Sie nicht tiefer in die Asana kommen, also den Unterschied zwischen myofaszialer (muskulärer / faszialer) Spannung (= verklebte, verhärtete Faszien) oder Kompression der individuellen Knochenstruktur (= eigener Skelettbau des Körpers => jeder Körper ist einzigartig und damit auch sein Körperbau, der von unterschiedlichsten Gegebenheiten in der körperlichen Entwicklung geprägt ist). Beide sind für den Grad Ihrer Beweglichkeit verantwortlich.

Myofasziale Spannung findet auf der muskulären bzw. faszialen Ebene statt.

Kompression entsteht, wenn Knochen auf Knochen stößt.

Begrenzungen, die durch myofasziale Spannung entstehen, können Sie durch behutsame, regelmäßige Yin-Yoga Praxis, Entspannung sowie Stressreduzierung erweitern. Entsteht die Begrenzung jedoch durch Kompression ist keine Erweiterung möglich. Jeder Körper ist unterschiedlich in seiner Anatomie und damit auch in der Form seiner Knochen, so dass die Stellung der Knochen oder die der Gelenke bestimmte Positionen einfach nicht zu lässt. Versuche ich es dennoch schädige ich auf lange Sicht meine Knochen und / oder Gelenke. Hier hilft einzig und allein, die Asana so zu verändern, dass Sie ohne Kompression ausführbar ist, z.B. indem ich die Beine etwas weiter öffne oder schließe. Yin Yoga ist somit eine individuelle Praxis, in der es keine perfekte Ausrichtung gibt und die jeweiligen Asanas auf den eigenen Körper angepasst werden.

Um eine für den Körper gesunde Praxis zu erreichen ist es somit ganz besonders wichtig den Unterschied zwischen myofaszialer Spannung und Kompression zu erkennen!

Der Weg ist das Ziel !

Diesen Unterschied zu erkennen ist aber nicht nur im Yin-Yoga besonders wichtig, sondern auch für das betreiben eines gesunden Sports bzw. von gesundem Taekwondo. Wieso kann ich eine Technik nicht so ausführen wie sie sein sollte? Ist dies aufgrund von Kompression nicht möglich, sollte ich dringend die Technik (z.B. Kick) an meine Knochenstruktur anpassen um Langzeitschäden (z.B. Hüftschäden) zu vermeiden. Im Yin-Yoga kann ich diesen Unterschied aufgrund der langsamen und achtsamen Praxis einfacher erkennen und spüren lernen, was Ihnen wiederum auch im Sport und im Taekwondo hilft den Unterschied zu spüren und damit einen für Sie gesünderen Sport / ein gesünderes Taekwondo zu betreiben.

Im Yin Yoga wie auch in der TCM beruht die Ursache von Unwohlsein, körperlichen Beschwerden, Krankheit, etc. nicht nur auf einem Ungleichgewicht an Yin und Yang oder den Emotionen sondern auch auf einem gestörten Fluss des Qi.

Qi, im Yoga auch Prana genannt, ist die Lebensenergie / Lebenskraft die in uns fließt. Diese Störungen des Qi-Flusses lokalisieren sich in den Meridianen sowie in den mit den Meridianen verbundenen Organen und können zu diversen Beschwerden führen. Meridiane, im Yoga auch Nadis genannt, sind Energieleitbahnen die unseren ganzen Körper durchziehen. In ihnen fließt unsere Lebensenergie das Qi.

Die Existenz eines Systems von Energieleitbahnen im Körper konnte inzwischen auch wissenschaftlich nachgewiesen werden. Ebenfalls, dass durch unseren Körper Energie (= Strom in geringem Maße) fließt. Diese Energie fließt durch wasserreiche Kanäle im Bindegewebe (= Faszien). Diese wässrigen Energieleitbahnen entsprechen sehr stark den ursprünglichen Beschreibungen des Meridiansystems. Zudem wurde inzwischen erforscht, dass fasziale Triggerpunkte zu 80% in ihrer Lage den ursprünglichen Akkupunkturpunkten entsprechen. Dies bedeutet im Umkehrschluss, dass Energie, die in gut befeuchtetem, wassereichem Bindegewebe sehr gut fließen kann, in trockenem, verklebten Bindegewebe nicht gut fließt.

Durch die Meridiane fließt aber nicht nur das Qi, sondern es werden auch Nährstoffe, Abfallstoffe und Blut transportiert. Regulieren wir die Bewegungen von Qi so regulieren wir ebenfalls die Blutzirkulation. Das Öffnen und Harmonisieren dieser Energieleitbahnen kann somit u.a. helfen, Schmerzen zu lindern, das Immunsystem zu stärken, Organfunktionen zu verbessern und Körper und Seele wieder insGleichgewicht zu bringen. Hierdurch erhält der Körper alles was er benötigt um zu funktionieren und sich selbst gesund zu erhalten.

Wir arbeiten im Yin Yoga an den oberflächlichen Verläufen der Meridiane.

Damit beeinflussen wir aber auch unsere jeweiligen Organe und Drüsen, da die Meridiane den äußeren, physischen Körper mit dem inneren Körper (Akupunkturpunkte an der Körperoberfläche haben eine Verbindung über die Meridiane nach innen zu den Organen und Drüsen) verbinden. Störungen in den Meridian wirken sich daher direkt auf die zugehörigen Organe und umgekehrt aus.

Zudem besteht folgende Verbindung: Meridiane ↔ Organe ↔ Emotionen

Aufgrund dieser Verbindung können wir durch einen freien Qi-Fluss bzw. durch die Schaffung eines inneren Gleichgewichts im Meridiansystem neben der Organgesundheit auch unsere Emotionen ausbalancieren.

Die Meridiane erfahren somit durch das langen passive halten der Asanas eine ausgleichende und heilende Wirkung. Wodurch wiederum der Fluss des Qi und damit auch des Blutes positiv beeinflusst wird.

Zudem gibt es im Yin Yoga auch die Möglichkeit ganz geziehlt auf einen bestimmten Meridianbereich oder ein Ungleichgewicht im Körper (Einzelstunde) einzuwirken und so Organe, Emotionen, den Qi- und Blutfluss und die fünf Elemente (Holz, Feuer, Erde, Metall, Wasser), die im Körper wirken, ganz geziehlt zu stimulieren und ins Gleichgewicht zu bringen.

Durch Yin Yoga erreichen Sie somit mit wenig Aufwand ganz entspannt zahlreiche gesundheitsfördernde Effekte für sich und Ihren Körper!